Can­di­da­te Expe­ri­ence: Ser­vice für Ihre Kandidaten

Paul Kneidinger
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30. Juli 2018 Lesezeit 9 Minuten
Die Candidate Experience – also jene Erfahrung, die Kandidaten im Laufe des Bewerbungsprozesses machen – spielt eine immer wichtiger Rolle, wenn es darum geht, sich im Wettbewerb um die besten Talents durchzusetzen. Im Gastbeitrag von trusted.de erfahren Sie, was eine hervorragende Candidate Experience ausmacht.

Inhalt

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    Candidate Experience: Schnell & einfach bewerben

    In einer idea­len Welt sähe Bewer­ben so aus: Der Bewer­ber stößt auf dem Soci­al Media Auf­tritt eines Arbeit­ge­bers auf eine Stel­len­an­zei­ge. Sie öff­net sich mit einem Fin­ger­tipp auf das Dis­play des Smart­pho­nes. Dank respon­si­vem Design ist sie per­fekt auf dem mobi­len End­ge­rät darstellbar.

    Inte­grier­te Bil­der und Recrui­t­ing­vi­de­os geben dem Talent Ein­bli­cke in das Innen­le­ben des Unter­neh­mens. Es erfährt, wie der künf­ti­ge Arbeits­platz aus­ge­stal­tet ist und wie die Kol­le­gen ​„ticken“. Ein Klick auf den Bewer­ben-But­ton und das Talent impor­tiert die Daten aus sei­nem Lin­kedIn- oder Xing-Pro­fil in die Bewer­ber­da­ten­bank des Arbeit­ge­bers. Fer­tig ist die Bewer­bung. Nicht lan­ge und der Bewer­ber erhält Rück­mel­dung: Der Arbeit­ge­ber lädt zum Jobin­ter­view ein.

    So sieht eine per­fek­te Can­di­da­te Expe­ri­ence aus. Dar­un­ter ver­ste­hen Recrui­t­ing-Exper­ten alle Erfah­run­gen, die ein Kan­di­dat im Bewer­bungs­pro­zess mit einem Unter­neh­men sam­melt. Je bes­ser die­se aus­fal­len, umso höher die Chan­ce, dass sich Kan­di­da­ten bewer­ben. Doch das ist lei­der alles ande­re als selbst­ver­ständ­lich. Häu­fig lässt die Can­di­da­te Expe­ri­ence bereits in einem sehr frü­hen Sta­di­um der Rekru­tie­rung zu wün­schen übrig.

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    Viel Luft nach oben: Bewerbung am Smartphone

    Ein Bei­spiel: Laut der Stu­die Recrui­t­ing Trends 2018 der Uni­ver­si­tät Bam­berg bie­tet nur die Hälf­te der Unter­neh­men Bewer­bern eine mobil opti­mier­te Kar­rie­re­sei­te mit respon­siv design­ten Stel­len­an­zei­gen. Im Umkehr­schluss bedeu­tet das für vie­le mobi­le Bewer­ber, läs­tig auf dem Dis­play ihrer Smart­pho­nes hin- und her­wi­schen zu müs­sen, um die Inhal­te lesen zu kön­nen. Eine gute Can­di­da­te Expe­ri­ence sieht anders aus.

    Dabei wird die mobi­le Bereit­stel­lung von Inhal­ten immer wich­ti­ger. Denn gera­de die von Unter­neh­men heiß begehr­ten Digi­tal Nati­ves sind in einer Welt auf­ge­wach­sen, in der alles mit dem Smart­pho­ne mit weni­gen Klicks geht – ange­fan­gen mit dem Bank­ge­schäft oder dem Buchen eines Urlaubs. Sogar Part­ner wer­den mit einem Wischen nach links oder rechts aus­ge­sucht. Einen ähn­li­chen Kom­fort erwar­ten Kan­di­da­ten auch im Bewerbungsprozess.

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    Komplexe Bewerbungsprozesse verhindern positive Erfahrung

    Doch davon fehlt auch im wei­te­ren Ver­lauf der Rekru­tie­rung jede Spur. Statt sich schnell und ein­fach bewer­ben zu kön­nen, sehen sich Talen­te oft schwer aus­füll­ba­ren Bewer­bungs­for­mu­la­ren mit Frei­t­ext­fel­dern gegen­über. Oft ohne jede Mög­lich­keit, zwi­schen zu spei­chern. Das ist gera­de für mobi­le Bewer­ber ärger­lich. Gera­ten sie ins Funk­loch, kön­nen sie von vorn beginnen.

    Unter­neh­men ver­ge­ben sich damit wich­ti­ge Chan­cen. Laut einer Bewer­bungs­stu­die des Job­por­tals Inde­ed haben 42 Pro­zent der Kan­di­da­ten schon ein­mal einen Bewer­bungs­pro­zess wegen einer schlech­ten Can­di­da­te Expe­ri­ence abge­bro­chen – er war ihnen zu kompliziert.

    Die Stu­die Recrui­t­ing Trends bestä­tigt: 91 Pro­zent Kan­di­da­ten wün­schen, dass sich Arbeit­ge­ber stär­ker um eine posi­ti­ve Can­di­da­te Expe­ri­ence bemü­hen. Dazu gehört auch ein schnel­les Feed­back, wenn die Bewer­bung aller Wid­rig­kei­ten zum Trotz abge­schickt wur­de. Doch auch das ist nicht selbst­ver­ständ­lich. Vie­le Kan­di­da­ten war­ten Tage oder Wochen auf eine Rück­mel­dung – wenn sie über­haupt kommt.

    Heute unverzichtbar: Die Möglichkeit, sich bequem am Smartphone zu bewerben, muss vorhanden sein.

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    4 Tipps für eine gute Can­di­da­te Experience

    Dabei könn­te mit der rich­ti­gen Recrui­t­ing-Stra­te­gie alles viel leich­ter gehen. Die­se 4 Tipps sind die Grund­la­ge für eine gute Can­di­da­te Experience:

    1. Funk­tio­nie­ren­des Karriereportal/​Bewerberportal: Die Kar­rie­re­sei­te soll­te nicht nur alle rele­van­ten Infor­ma­tio­nen ansehn­lich auf­be­rei­ten und Bewer­bern eine schnel­le und unkom­pli­zier­te Mög­lich­keit geben, sich zu bewer­ben. Wich­tig ist außer­dem, dass sie gut auf­find­bar ist. Ent­spre­chend soll­te sie nicht im Impres­sum ver­steckt wer­den, son­dern sich in der Haupt­na­vi­ga­ti­on befin­den. Außer­dem ist es wich­tig, die Sei­te im Cor­po­ra­te Design zu gestal­ten. Sonst wirkt sie wie ein lieb­lo­ses Anhäng­sel der Website.
    2. Gut gestal­te­te Stellenanzeigen: Um Bewer­ber zu über­zeu­gen, ist es nicht nur das A und O, dass Stel­len­an­zei­gen im respon­si­ven Design daher­kom­men. Sie soll­ten auch mög­lichst abwechs­lungs­reich gestal­tet sein. Hier hilft neben der Ein­bet­tung von Bil­dern und Vide­os auch das Ein­bin­den von Gra­fi­ken und eine Glie­de­rung des Tex­tes durch Bul­let­points, Absät­ze und Zwi­schen­über­schrif­ten. Auch wei­ter­füh­ren­de Links auf den Kar­rie­re­be­reich, den Unter­neh­mens­auf­tritt in den Sozia­len Medi­en oder zum Bewer­ber­blog kom­men gut an.
    3. Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Bewerbern: Eine gute Can­di­da­te Expe­ri­ence beinhal­tet eine regel­mä­ßi­ge Kom­mu­ni­ka­ti­on mit dem Bewer­ber. Denn jun­ge Talen­te sind andau­ern ​„on“ und kom­mu­ni­zie­ren rund um die Uhr. Das erwar­ten sie auch vom Arbeit­ge­ber. Dabei hel­fen moder­ne Bewer­ber­ma­nage­ment-Sys­te­me. Mit ihnen kann die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit dem ein­zel­nen Talent gesteu­ert wer­den: Indi­vi­du­ell anpass­ba­re E‑Mail-Vor­la­gen ermög­li­chen eine rasche Ein­la­dung zum ers­ten Ken­nen­ler­nen oder den Ver­sand von Absa­gen. Auf glei­chem Weg kann jedes Talent regel­mä­ßig mit Sta­tus­up­dates zum Stand der Din­ge ver­sorgt wer­den. Das pas­sen­de Werk­zeug ist also Pflicht, wenn Sie Ihre Kom­mu­ni­ka­ti­on nicht aus den Augen ver­lie­ren wol­len. Des­we­gen hat das Ver­gleichs­por­tal trusted die bes­ten Bewer­ber­ma­nage­ment Tools auf dem Markt mit­ein­an­der verglichen.
    4. Tem­po im Recruiting: Arbeit­ge­ber, die Bewer­bun­gen schnell bear­bei­ten, kön­nen bei Bewer­bern eben­falls punk­ten. Im Digi­tal­zeit­al­ter hängt die Güte von Pro­zes­sen immer stär­ker von deren Tem­po ab. Auch hier­bei hilft eine Bewer­ber­ma­nage­ment­soft­ware. Mit­tels Matching-Algo­rith­men beschleu­nigt sie die Vor­auswahl von Bewer­bern, indem sie auto­ma­tisch die gesuch­ten Skills gegen die vor­han­de­nen Talen­te eines Bewer­bers abgleicht. Das Ergeb­nis lässt sich auf Knopf­druck mit den Fach­be­rei­chen tei­len und die Ver­ant­wort­li­chen bewer­ten im Sys­tem die Bewer­ber. Das erspart Mee­tings und Abspra­chen und ermög­licht effi­zi­en­te Prozesse.

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    Vor­tei­le fürs Employ­er Branding

    Unter­neh­men, die die­se Punk­te beher­zi­gen, haben eine gute Chan­ce, die Can­di­da­te Expe­ri­ence ihrer Bewer­ber ent­schei­dend zu ver­bes­sern. Dann stellt sich unter Umstän­den ein Effekt ein, der für die eige­ne Employ­er Brand nicht posi­ti­ver sein könn­te: Die Nach­richt von der guten Can­di­da­te Expe­ri­ence geht viral.

    Die jun­gen Bewer­ber­ge­nera­tio­nen sind schließ­lich tei­lungs­freu­dig und berich­ten ihrem vir­tu­el­len Umfeld über Whats­App, Insta­gram oder You­Tube, was sie bewegt. Dazu gehört auch ein posi­ti­ves Erleb­nis bei der Bewer­bung. Das kann ande­re Talen­te, die nach einer Stel­le suchen, ani­mie­ren, sich mit dem Arbeit­ge­ber genau­er aus­ein­an­der­zu­set­zen. Eine bes­se­re Wer­bung könn­te sich ein Unter­neh­men im War for Talents nicht wün­schen. Ergo: Can­di­da­te Expe­ri­ence gut, alles gut.

    Fazit

    Es lohnt sich, etwas Zeit & Gedankenarbeit in das Thema Candidate Experience zu investieren. Noch ist es relativ einfach, sich einen Vorsprung zu verschaffen und so die besten Bewerber für ein Unternehmen zu gewinnen. Darüber hinaus wirkt sich eine hervorragende Candidate Experience auch positiv auf die Arbeitgebermarke aus. Das Investment lohnt sich also in jedem Fall!

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