Mit Leidenschaft für die Gastronomie | Interview mit BURGERISTA

Lisa Brandstetter
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29. Juni 2021 Lesezeit 5 Minuten
Claudia Schendlinger ist Recruiterin bei BURGERISTA und weiß um die Wichtigkeit einer positiven Candidate Journey sowie Experience. Damit die internen Bewerbungsprozesse reibungslos und geordnet ablaufen, setzt BURGERISTA auf das ATS-System von eRecruiter. Welche Vorteile sich dadurch für das Gastronomie-Unternehmen ergeben haben, und um wie viel leichter das Bewerberhandling ist, lesen Sie im Interview!
Claudia Schendlinger
Recruiterin BURGERISTA im Interview

Was waren bisher, für ein Unternehmen wie BURGERISTA, vor allem in der Systemgastronomie, die Herausforderungen im Recruiting? Gab es aus Ihrer Sicht strategische, operative oder sogar personelle Hürden aufgrund eines nicht-digitalisierten Prozesses? Und zu guter Letzt: Wie viel Zeit und Qualität blieben dabei auf der Strecke?

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Claudia Schendlinger, Recruiterin bei BURGERISTA: Eine der Herausforderungen im Recruiting mit der wir uns bei BURGERISTA auseinandersetzen, ist die Schwierigkeit, dass wir verschiedene Standorte weit verbreitet betreiben. Unser Lösungsansatz: Wir entwickeln unsere Store-Manager so weit, dass sie Mitarbeiter* selbst rekrutieren können.

Allerdings hatten wir dann eine weitere Hürde zu nehmen, nämlich eine Schnittstelle zu den verteilten Store-Manger zu bilden – und das möglichst effizient, übersichtlich und vor allem fehlerfrei. Dies gelingt uns mit einem zugeschnittenen digitalen Recruiting-Programm nur mäßig. Da kann es schon mal vorkommen, dass die ein oder andere Bewerbung untergeht, der Bearbeitungsprozess zu lange dauert und dabei soll man auch noch auf den Datenschutz achten. Das sollte auf keinen Fall die Regel sein!

Deshalb mussten wir so schnell es geht eine Umstellung im Recruiting-Prozess vornehmen.

Definitiv die richtige Entscheidung! Als Sie den Entschluss gefasst haben, den Recruiting-Prozess von BURGERISTA auf das nächste Level zu führen und den Prozess zu automatisieren, was haben Sie sich dadurch für das Unternehmen erhofft?

Claudia: Eine gute Frage. Einerseits erhofften wir uns einen effizienteren und übersichtlicheren Bearbeitungsprozess, damit rasche Rückmeldungen garantiert und möglichst fehlerfrei bearbeitet werden können. Das gelingt uns nun auch!

Natürlich hat der Bewerbungsprozess auch Auswirkungen auf die weiteren Schritte. Beginnend mit der Candidate Journey. Fällt diese positiv aus; ist der Weg für ein Wohlfühlen im Unternehmen vonseiten des Bewerbers garantiert. Auch das Onboarding und der Arbeitsalltag verlaufen geregelter und zufriedenstellender für beide Seiten.

 
Man darf nie vergessen, gestaltet sich der erste Kontakt mit dem Unternehmen holprig, ist die Wahrscheinlichkeit signifikant höher, dass der Bewerber in der Bewerbungsphase abspringt oder aber, die Fluktuationsrate sich erhöht.
Claudia Schendlinger Recruiterin bei BURGERISTA

Umso wichtiger ist uns bei BURGERISTA das Employer Branding. Angefangen von einem anschaulichen Arbeitgeberauftritt auf verschiedenen Kanälen, bis hin zu einem gelungenen Onboarding und der danach folgenden Mitarbeiterbindung.

Wie ging es euch als Unternehmen BURGERISTA mit der Umstellung auf das eRecruiter ATS-System? Wie lange hat es gedauert, euren Recruiting-Prozess zu digitalisieren und welche Fortschritte konnten Sie seither schon erzielen?

Claudia & eine hiesige Store-Managerin: Die Umstellung hatte natürlich den Vorteil, dass wir den gesamten Prozess überarbeiten und auch so Dinge wie Email-Vorlagen neugestalten konnten. Dementsprechend haben wir schon einiges an Zeit investiert. Man muss hier aber betonen, dass eRecruiter die Implementierung sehr angenehm gestaltet und einem in jeder Hinsicht unterstützt.

Eine klare Verbesserung kann definitiv im Bearbeitungsprozess festgestellt werden. Aber vielleicht gebe ich hier das Wort an unsere Store-Managerin ab.

Vielen Dank Claudia! Wie bereits erwähnt wurde, sind unsere Prozesse nun viel transparenter und auch effizienter. Zudem kann ich folgende Pluspunkte nur unterstreichen:

  • kurze Eingewöhnung in das neue System
  • Übersichtlichkeit ist in jedem Fall gegeben
  • schnelle und einfach Kommunikation mit HR/Schnittstelle, welche die Bewerbungen dann weiter bearbeiten

Schauen wir uns den „Lebenszyklus“ eines Angestellten genauer an. Dieser beginnt genaugenommen schon in der Rekrutierungsphase und geht über das Onboarding zum Angestelltenverhältnis, wo sich der Mitarbeiter so lange wie möglich erfolgreich halten und weiterentwickeln soll. Beendet wird dieser Zyklus, wenn ein Mitarbeiter aus dem Unternehmen ausscheidet.

Employerbranding beginnt bereits beim ersten Kontakt mit KandidatInnen.

Nun haben wir bereits über die Wichtigkeit der Candidate Journey gesprochen. Doch welchen Stellenwert hat für Sie eine positive Candidate Experience im Recruiting, wenn es um den Gesamterfolg des Unternehmens geht?

Claudia: (zeigt eine Grafik): Wir verbringen einen Großteil unserer Tageszeit in der Arbeit, wodurch es umso wichtiger ist, dass man sich dort wohlfühlt. Wie wir bereits im Lebenszyklus sehen, ist der Bewerbungsprozess der Start einer ereignisreichen Reise. Aber nicht nur der Recruiting-Prozess, sondern auch das Onboarding und der Arbeitsalltag danach muss sitzen. Daher sind wir auch in diesen Bereichen dabei, viel zu digitalisieren und optimieren.

Wir wollen unsere Talente intern aufbauen und langfristig binden.

Vor allem im Bereich der Gastronomie ist es besonders wichtig, qualifizierte und motivierte Mitarbeiter langfristig zu binden. Stimmen bereits die ersten gemeinsamen Schritte mit dem Unternehmen nicht, kann die Reise nicht lange dauern. Daher sind wir bei BURGERISTA stets bemüht, unseren Mitarbeitern einen angenehmen Lebenszyklus zu bieten – natürlich auch in Zeiten von Corona.

Auf was setzt BURGERISTA bei der Gewinnung von Talenten um den viel diskutierten „War of Talents“ zu umgehen? Und eine Spaßfrage zum Schluss: Gibt es einen Obstkorb in einem Burgerladen?

Claudia: Die Gewinnung von leidenschaftlichen MitarbeiterInnen in der Gastronomie ist alles andere als einfach. Die Gastronomiebranche hat beim Thema Lohn und Arbeitszeiten nicht den besten Ruf. Daher muss man sich als Arbeitgeber umso mehr ins Zeug legen und sich von der Konkurrenz abheben. Das gelingt uns vor allem durch Benefits wie gratis Mitarbeiteressen, Getränke oder einen Waschservice für die Arbeitskleidung.

Wir legen aber auch viel Wert auf potentielle Bewerber, die sich weiterentwickeln wollen. Jedem Mitarbeiter steht die Möglichkeit offen, den Weg bis zum Store-Manager zu gehen, solange man dafür brennt. Daher achten wir bereits im Bewerbungsprozess darauf, wo sich der Bewerber langfristig bei BURGERISTA sieht.

(Schmunzelt): Unser Obstkorb in den Stores besteht aus Brötchen, Salat, Tomaten und einem Patty. Natürlich nur das Beste für unsere Mitarbeiter 😉

Die Vielschichtigkeit unseres Recruitings schmeckt man eben. 😉

* Um unsere Texte möglichst lesefreundlich zu gestalten, verzichten wir darin auf die gleichzeitige Verwendung von männlichen und weiblichen Sprachformen. Dennoch ist uns wichtig, dass sich alle von uns angesprochen fühlen. Daher verwenden wir die männliche und die weibliche Form im Wechsel. Damit sind immer alle anderen Formen gleichermaßen mitgemeint.

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