Blog · 9. Juli 2019

Die mobile Bewerbung – Teil 1: Ist Ihr Recruiting schon mobile ready?

Mobile-Bewerbung


In Teil 1 dieser Mini-Serie zur mobilen Optimierung des Bewerbungsprozesses beleuchten wir die User-Seite und deren Anforderungen bei der Bewerbung über mobile Endgeräte.

Knapp 96% der ÖsterreicherInnen bis 69 Jahre nutzen ein Smartphone, über 94% nutzen das Internet mit ihrem mobilen Endgerät. Das sind Zahlen, die aus dem Mobile Communications Report der Mobile Marketing Association Austria hervorgehen. Dieser ist letztmals 2018 erschienen – betrachtet man die Entwicklung der letzten Jahre, ist davon auszugehen, dass diese Zahlen noch weiter angestiegen sind und in Zukunft auch ansteigen werden.

Naheliegend ist also, dass Ihre BewerberInnen – besonders die Digital Natives – ihre Jobsuche vollständig oder teilweise über ein mobiles Endgerät abwickeln. Das heißt für Sie als rekrutierendes Unternehmen, dass Sie darauf unbedingt vorbereitet sein sollten. Hinsichtlich mobiler Optimierung gibt es ein paar Voraussetzungen, die Ihr Unternehmensauftritt unbedingt erfüllen sollte, um den Anschluss zum Mitbewerb nicht zu verlieren. Die Top 9 Kriterien:



1. Responsive Webdesign

Heißt soviel wie, Ihre Website muss sich an das Display anpassen. Wo auch immer Ihr Webauftritt angezeigt wird, muss sich die Seite dementsprechend formatieren. Man spricht hier auch von einem Responsive Webdesign. Besonders bei jüngeren, technisch versierten Zielgruppen sind Webseiten, auf denen gezoomt werden muss, ein absolutes No-Go.

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2. Lesbarkeit

Verwenden Sie eine passende Typografie, um die Lesbarkeit zu garantieren, die auf das grafische Gesamtkonzept Ihrer Webseite abgestimmt ist. Grundsätzlich sollten Sie mobil eher größere Schriftarten verwenden. Achten Sie darauf, dass Buchstaben, Wörter, Zeilen und Absätze nicht zu eng dargestellt werden und in Folge für den Betrachter zusammengequetscht” wirken. Außerdem ist ein hoher Kontrast wichtig, damit Ihre Website auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut lesbar bleibt.

Lesbarkeit

3. Barrierefreiheit

Achten Sie in dem Zusammenhang auch unbedingt darauf, Ihre Website sowie Ihr Karriereportal barrierefrei zu gestalten. Um sicherzugehen, dass Ihre Website auch wirklich barrierefrei ist, testen Sie sie gemeinsam mit betroffenen Personen und gehen sie am besten auf das Feedback und alle Bedürfnisse ein. Die Lesbarkeit ist dabei schon ein wichtiger Faktor.

Hier finden Sie einige weitere Punkte, auf die Sie unbedingt achten sollten:

  • Alt-Attribute bei Bildern – damit ermöglichen Sie die Auslesung

  • Alternative Menü-Navigation via Tastatur oder Joystick

  • Alternative, barrierefreie Darstellung der Website bei Bedarf

  • Ergänzende Texte zu Video-Dateien

  • Verständlichkeit der Sprache

  • Vereinfachung von komplexen Inhalten

Barrierefrei

4. Reduzierte Menüs

Weniger ist mobil oft mehr – besonders, wenn es um grafische Spielereien wie Hover-Menüs geht. Reduzieren Sie Ihre Menüs auf das Wesentliche, damit Ihre Website mobil optimal dargestellt wird.

Reduziert

5. Bedienelemente

Buttons sollten groß genug dargestellt werden – schließlich muss Ihre Website auch auf sehr kleinen Displays bedienbar bleiben. Achten Sie dabei auch darauf, nicht zu viele Elemente auf engem Raum darzustellen. Das Risiko von Navigationsfehlern und damit verbundenen höheren Absprungraten seitens der User ist sonst groß. Weiterer Vorteil von großen Bedienelementen: User sind eher dazu geneigt, die Buttons zu klicken, wenn sie ihnen gleich ins Auge springen.

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6. Web-Technologien

Achten Sie darauf, keine veralteten Web-Technologien zu verwenden. Mobile Browser sind – auch dank der oftmals eingestellten automatischen Updates – meist auf dem neuesten Stand der Technologie. Verwenden Sie auf Ihrer Website bzw. in Ihrem Bewerberportal veraltete Technologien, so besteht Gefahr, dass diese nicht oder nicht korrekt angezeigt werden. Ein absoluter Minuspunkt bei potenziellen BewerberInnen.

Browser

7. Simple Formulare

Verwenden Sie im Bewerbungsprozess simple Formulare. Stellen Sie dabei nicht mehr Fragen, als unbedingt nötig. Erfragen Sie von Ihren BewerberInnen in erster Instanz nur jene Informationen, die Sie auch wirklich für die erste Vorauswahl benötigen.

Fragen

8. schneller Bewerbungsprozesses

Machen Sie es potenziellen BewerberInnen leicht, wieder dort einzusteigen, wo sie aufgehört haben. Die Chance ist groß, dass ein/​e KandidatIn während der Bewerbung über ein mobiles Endgerät gestört wird. Die Gründe dafür können vielfältig sein: jemand ruft an, er/​sie trifft Freunde oder muss in einen Bus steigen. Denken Sie einfach daran, dass die Bewerbungen wirklich von jedem Ort aus gesendet werden können. Machen Sie sich Gedanken über Funktionalitäten, mit denen Sie die Absprungrate unter den BewerberInnen minimieren können, welche sich gerade mitten im Bewerbungsformular befinden. Machen Sie zum Beispiel den ersten Schritt des Bewerbungsprozesses besonders schnell absolvierbar und erinnern Sie abspringende User per E-Mail an ihre halbfertige Bewerbung.

Lesezeichen

9. Kurze Ladezeiten

Es gibt nichts, mit dem Sie Nutzer schneller und effizienter abschrecken können, als mit einem langsam voranschreitenden Ladebalken. Sorgen Sie also unbedingt für kurze Ladezeiten! Gestalten Sie Ihr Bewerbungsportal so schön schlank, dass es selbst bei schwachem Internetempfang in Bruchteilen einer Sekunde vollständig geladen werden kann. Wie schon bei den grafischen Effekten gilt hier: Weniger ist mehr!

Sanduhr

In Teil 2 unserer Mini-Serie geht es vor allem um die Auffindbarkeit in Suchmaschinen. Sie erfahren, welche Voraussetzungen Ihr Bewerbungsportal erfüllen muss, um in den Google Suchergebnissen gefunden zu werden. 

Bleiben Sie dran!
#ganzeinfach