Recruiting im Zeitalter der Digital Natives

Bewerber

In unserem Webinar Recruiting im Zeitalter der Digital Natives, das im Oktober im Rahmen der Online Fokus Konferenz gehalten wurde, ging es um die verschiedenen Bewerber-Generationen. Dabei wurde die Frage beleuchtet wie man die Talente von heute und morgen rekrutiert. Jede Generation hat unterschiedliche Bedürfnisse und diese wirken sich auch auf die Situation am Arbeitsmarkt aus und in Folge auch auf das Recruiting.

Generation X, Y, Z

Wir alle haben schon von den Generationen X, Y und Z gehört und auch von der Unterscheidung zwischen Digital Natives und Digital Immigrants. Aber was steht wirklich hinter diesen Begriffen? Es gibt unterschiedliche Definitionen dieser Generationen aber eine grobe Einteilung kann nach den Geburtsjahren erfolgen. So kann die Einteilung getroffen werden, dass die Generation der Babyboomer zwischen 1955 – 1969 geboren ist. Die Generation X zwischen 1965 – 1980, die Generation Y zwischen 1980 – 2000 und die Generation Z zwischen 1995 – 2010. Natürlich ticken die Menschen innerhalb einer Generation nicht alle gleich auch in Hinblick z.B. auf die Mediennutzung. Manche Menschen sind technikaffiner und manche nicht aber man kann den einzelnen Generationen dennoch Tendenzen zuschreiben, die im Folgenden kurz angerissen werden.

Generation Babyboomer

Bei der Generation der Babyboomer handelt es sich um die geburtsstarken Jahrgänge nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie werden als erfolgreich und liberal charakterisiert. Heute wird ihnen eine Tendenz zur Entschleunigung nachgesagt, was auch eventuell mit ihrer Schwelle zum Ruhestand zu tun haben kann. Diese Generation hat den Begriff „Workaholic“ geprägt und ihr wichtigstes Kommunikationsmedium ist das Telefon.

Generation X

Die folgende Generation X, die heute 30- bis 50-Jähringen gelten als ambitioniert, individualistisch und ehrgeizig. Im Gegensatz zu ihrer Vorgänger-Generation stellt die Generation X die Arbeit nicht mehr vor alle anderen Bedürfnisse. Arbeit wird als Mittel zum Zweck betrachtet, um sich ein materiell abgesichertes Leben leisten zu können.

Generation Y – die ersten Digital Natives

Die nächste Generation ist die der Millenials oder Generation Y, die derzeit auf den Arbeitsmarkt strömt und die ganz besondere Ansprüche stellt. Die Erwerbsarbeit soll für diese Generation vor allem Sinn machen und abwechslungsreich sein. Das sind auch die ersten Digital Natives, die also mit den digitalen Medien aufgewachsen sind. Arbeit und Privatleben sind für diese Generation nicht mehr streng getrennt, sondern ergänzen sich und verschmelzen zunehmend. Diese Generation strebt nach einer ausgewogenen „Work-Life-Balance“.

Generation Z

In der folgenden Generation Z verschwimmen die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt, denn die Menschen dieser Generation sind 24 Stunden online. Sie haben von klein an gelernt die Flut an digitalen Informationen zu verarbeiten, zu filtern und für sich zu nutzen. Die reale und die virtuelle Welt verschmelzen zu einer, indem über das Smartphone soziale Netzwerke, WhatsApp, Blogs und Foren in das tägliche Leben einfließen und fixer Bestandteil des Alltags sind.

 

Es ist wohl ein Fakt, dass der Generationenwandel die Arbeitswelt grundlegend verändert. Einerseits steigert die demographische Entwicklung den Anteil älterer ArbeitnehmerInnen, zugleich wird aber durch die neuen Generationen die Belegschaft heterogener. Das zeigt sich in der Qualifikation, in der Arbeitsweise, in den Ansprüchen an die Arbeitgeber und in den Wünschen hinsichtlich einer Work-Life-Balance.

 

Hat sich jedoch der Recruiting-Prozess der Unternehmen in Hinblick auf die „neuen“ Generationen verändert?

Es werden vermehrt neue spannende Wege zur Ansprache der neuen Generationen ausprobiert – sei es Bewerbungen via WhatsApp, Influencer Marketing, die Auswahl einer passenden Führungskraft über zeitversetzte Video-Interviews, digitale Events an Schulen, Universitäten oder auch Personalkampagnen über Snapchat oder auch Instagram. Die Möglichkeiten sind in der aktuellen Zeit scheinbar unbegrenzt, dabei sind jedoch nicht alle Maßnahmen sinnvoll und bringen den gewünschten Effekt.

Aber eines ist sicher – die Digitalisierung macht auch vor dem Recruitingprozess nicht Halt. Die Firmen sind gefordert mit den neuen technischen Möglichkeiten Schritt zu halten. Laut einer aktuellen Studie zum Thema Candidate Journey*, sucht bereits jeder Zweite mit dem Smartphone nach neuen Jobs. Das bedeutet, dass die Stelleninserate und die Karriere-Seite für Mobilgeräte optimiert sein sollen und in Folge auch das Bewerben auf eine interessante Stelle mit wenigen Klicks mit dem Handy möglich sein soll.

 

Wichtige Fragen, die sich Unternehmen dabei stellen können, sind unter anderen:

  • Ist die Bewerbungsabgabe mobil möglich?
  • Wie lange dauert es, sich online zu bewerben?
  • Wie zeitnah wird auf eingegangene Bewerbungen reagiert?

 

Die neuen Generationen sind es gewöhnt viele Dinge des täglichen Lebens online zu erledigen – ob Onlineshopping, Onlinebanking oder Onlinedating und genauso rasch und einfach soll auch eine Onlinebewerbung möglich sein!

 

Download Präsentation

 

*Quelle: karriere.at-Studie (Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Marketagent.com)
Im Februar 2018 wurden 501 Berufstätige im Alter von 18-60 Jahren befragt,
Studie ist repräsentativ für die österreichische Gesamtbevölkerung