4 neue Recruiting-Kanäle: Von Snapchat bis Pokémon Go

Vor wenigen Jahren hat Recruiting noch relativ einfach funktioniert. Für Unternehmen war es ausreichend, eine offene Position auszuschreiben,  die Anzeige in zwei Online-Jobbörsen zu veröffentlichen und schließlich den Kandidaten-Hahn aufzudrehen. Doch in letzter Zeit bleiben die Kandidatenströme aus. Gleichzeitig steigt die Komplexität in Form der Anzahl von (Nischen-) Jobbörsen sowie der Möglichkeiten ein Stelleninserat über neue Kanäle zu bewerben. Facebook, Instagram bis hin zu Snapchat bieten neue Wege, um in der gewünschten Zielgruppe Aufmerksamkeit zu generieren und Bewerber für offene Stellen zu begeistern. Doch wie funktioniert das? Und warum ist Pokémon Go in der Liste der neuen Recruiting Kanäle?

1. Snapchat – Storytelling im Recruiting

Zugegeben, Snapchat ist sicherlich Neuland für Viele. Doch in der jungen Kandidatengruppe unter 25 Jahren, der Generation Z, hat dieser soziale Kanal eine besondere Popularität erlangt.

Für diejenigen, die mit Snapchat noch nicht vertraut sind: Snapchat ist ein Instant-Messaging-Dienst, mit der Benutzer Fotos und Videos aufnehmen können. Diese können sie dann mit Texten sowie (humorvollen) Filtern anreichern und an eine kontrollierte Liste von Empfängern übermitteln.

Klingt wie eine neue Messaging App, richtig? Falsch!

Der Unterschied ist, dass jeder „Snap“ nur eine bestimmte Zeit verfügbar ist. Über 100 Millionen User nutzen tagtäglich Snapchat, alleine pro Sekunde werden rund 9.000 Snaps verschickt. Unglaublich oder? Snapchat erobert die Social Media Welt.

Snapchat - Storytelling im Recruiting

 

Snapchat ist das Tool für Storytelling. Die App kann als Werkzeug fungieren, um auf kreative Art Stellenanzeigen zu promoten. Darüber hinaus ist es ein ideales Recruiting-Tool, um sich als Arbeitgeber zu präsentieren. Lassen Sie Kandidaten einen Blick hinter die Kulissen werfen indem zum Beispiel jede Woche ein anderes Team über ihren Arbeitsalltag snapt.

Auch für interne Marketingzwecke ist Snapchat gut geeignet. So können die Kollegen aus Wien einen Mittagsgruß an den Grazer Standort schicken… alle Bilder und Videos können übrigens heruntergeladen und zum Beispiel in Ihr Intranet gestellt werden.

2. Instagram – Bilder sagen mehr als Worte

Instagram ist eine bildbasierte Anwendung für Smartphones, wo Nutzer ihre Fotos mit Filter aufwerten können. Ähnlich wie bei Twitter oder Facebook, können User anderen Personen bzw. Unternehmen folgen und deren Bilder bzw. Videos kommentieren sowie liken. Das macht Instagram zur idealen Employer-Branding-Plattform. Wie wir wissen, liegt das Geheimnis Top-Talente zu gewinnen darin, ein Markenbewusstsein für das Unternehmen zu schaffen.

„Hier will ich arbeiten“, dieses Gefühl soll Ihr Instagram-Account vermitteln.

Instagram als visuelles Medium ist ideal, um Geschichten zu erzählen, Ihre Employer Brand zu stärken und so potenzielle Kandidaten ansprechen. Ein Vorzeigebeispiel im „Instaversum“ ist Burberry (@Burberry). Das Luxuslabel nutzt sein Instagram-Konto indem es einen Einblick hinter die Kulissen gibt, über den Firmensitz in London postet und hin und wieder taucht mal eine Handtasche auf. Aber auch technische Unternehmen wie General Electrics wissen, wie man sich attraktiv in Szene setzt (@generalelectric). Die Instagram Tagline des Unternehmens: This feed features the groundbreaking research and technology that GE has been developing since the days of Edison.“ Daumen hoch!

 

Instagram für Employer Branding

 

Auch interessant: Wer keinen eigenen Instagram-Account pflegen möchte, kann über bezahlte Anzeigen ebenfalls auf der Plattform präsent sein. Über das Werbekonto von Facebook kann man auf Instagram Beiträge oder eben Stellenanzeigen bewerben. Mehr dazu im nächsten Punkt.

3. Werbeanzeigen mit Facebook

Hier geht es um Reichweite, Klicks und Conversions. Der Werbeanzeigenmanager von Facebook bietet die optimale Möglichkeit, Stellenanzeigen oder Beiträge zu promoten und die gewünschte Zielgruppe exakt zu targeten. Sie suchen Java Entwickler mit C++ Kenntnissen im Umkreis von 40km in Graz? Kein Problem, bei Facebook können Sie Ihre Wunschkandidaten zielgenau ansprechen und so mehr Aufmerksamkeit in der Zielgruppe generieren.

Wenn Sie das Thema Active-Sourcing auf Facebook interessiert, finden Sie auf dieser Seite eine tolle Anleitung.

4. Pokémon Go – Real World Gaming für das Recruiting nutzen?

Haben Sie in den letzten Tagen zunehmend Menschen mit Smartphones in der Hand in Parkanlagen spazieren sehen? Der Grund dafür ist Pokèmon Go.

Das Pokémon Go Fieber ist nach Europa geschwappt und hat zum Start gleich die Server überlastet. Tatsächlich ist die neue Augmented-Reality App von Niantic die erfolgreichste App aller Zeiten. Überall auf der Welt jagen Menschen Pokémons, um sie ihrer Sammlung hinzuzufügen und in Arenen gegeneinander anzutreten.

Recruiter sollten auf diesen Zug aufspringen! Machen Sie Ihr Unternehmen zum Pokéstops oder laden Sie Ihren Kandidatenpool zu einem Pokemon Go Event ein. Sie können sogar einen Schritt weiter gehen und eine Karrieremesse in der Nähe eines begehrten Pokéstops veranstalten und Getränke sowie Pizza zur Verfügung stellen. So ködern Sie nicht nur eine Menge Pokémon, sondern auch die begehrte Kandidatengruppe der IT-Spezialisten.

Pokemon Go im Recruiting

Gerüchten zufolge soll es zudem bald möglich sein, Standorte in Pokémon Go zu sponsern. Sie könnten so einfach Ihr Büro oder Ihren Karriere-Messestandort markieren.

Die Performance messen

Welcher Kanal bringt welche Leistung? Wie viel kostet eine Bewerbung über Kanal XY? Die wenigsten haben einen Überblick über die Performance ihrer Traffic-Kanäle und noch viel wenigere kennen ihre Leistung.  Wenn Sie dazu mehr erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen unser Whitepaper: Media Spendings im Recruiting optimieren.

Neue Recruiting Kanäle

Die Usage-Daten von Pokèmon Go, Facebook, Snapchat, Twitter und Instagram.

Das Wichtigste ist aber , dass wir nicht nur Optimieren sondern auch Experimentieren, Lernen und neue Wege im Recruiting suchen.

Happy Recruiting!