Recruiting Digital Natives: So kommuniziert man richtig!

Andere Werte, andere Vorstellungen, andere Anforderungen: Digital Natives revolutionieren die Arbeitswelt und somit das Recruiting. Sie sind die Talente von heute und machen in wenigen Jahren den Großteil der Mitarbeiter aus. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die Kommunikation mit der Generation Y (gesprochen „why“) anzupassen.

Kommunikationskanäle im Recruiting der Generation Y

Recruiting Digital NativesAlways on: Die 18-30-Jährigen können sich ein Leben ohne Internet nicht vorstellen und sind permanent online – häufig sogar über mehrere Geräte gleichzeitig. Der wichtigste Kommunikationskanal im Recruiting ist daher online: Von der unternehmenseigenen Webseite, Blogs, Apps, sozialen Netzwerken, Messaging Diensten bis hin zu Arbeitgeberportalen (z.B. Kununu oder Glassdoor) gibt es hier viele Möglichkeiten im Kommunikationsmix. Vertraut wird nach wie vor aber auch in Empfehlungen von Freunden oder Bekannten. Daher sollte man aktiv die Möglichkeit schaffen, um Jobs online empfehlen zu können z.B. mit einem Button im Online-Jobinserat.

Der Kommunikationsstil im Recruiting-Prozess

Neben dem richtigen Kanal ist der Kommunikationsstil ein bedeutender Faktor in der Ansprache. Ein direkter, persönlicher und nicht zu formeller Kontakt wird hier von der Generation Y bevorzugt. Freundlich sein und einen passablen Auftritt auf beispielsweise Karrieremessen hinzulegen ist schön und gut, aber den nötigen Spaß und die nötige Wertschätzung an der Arbeit und am Tun zu vermitteln, das macht einen Arbeitgeber attraktiv. Die Tonalität muss stimmen, um in den Köpfen der GenY einen positiven Eindruck zu hinterlassen.

Im Zusammenhang mit der Kommunikation sind die Schlagwörter wie Bewerbermanagement-Software und Candidate Experience nicht fern. Der Recruiting-Prozess beinhaltet viele Kontaktpunkte mit dem Kandidaten, die es zu optimieren gilt. Eine positive Candidate Experience im Recruitingprozess stärkt nicht nur die Arbeitgebermarke, sondern erhöht auch die Wahrscheinlichkeit qualifizierte Kandidaten zu gewinnen.

Kommunikationsinhalte – das erwarten digital Natives

Recruiting Generation YKlassische Karrieresymbole wie das Eckbüro mit möglichst vielen Fenstern ziehen bei der Generation Y nicht. Der feste Arbeitsplatz ist out! Wichtiger sind Flexibilität (Stichwort Work-Life-Balance), Freiraum und Selbstbestimmung in der Arbeitsweise. Im Unternehmen wünschen sich die jungen Erwachsenen kurze Kommunikationswege und flache Hierarchien. Eine klare Kommunikationskultur bei der Werschätzung und Freude an der Arbeit an der Tagesordnung stehen sind klare Anforderungen.

Um sowohl die Kontaktpunkte (und somit auch die Kommunikation) zu optimieren als auch den Prozess an sich zu beschleunigen und zu vereinfachen, können innovative Recruiting-Technologien helfen. Die Generation Y legt zum Beispiel großen Wert auf simple und schnelle Bewerbungsmöglichkeiten via Smartphone.

Fazit: Kommunikation ist nicht alles, aber ohne Kommunikation ist alles nichts. Im Recruiting der Digital Natives gilt der Leitsatz des Kommunikationswissenschaftlers Paul Watzlawick mehr denn je.