5 Tipps – Online-Jobinserate besser gestalten

websiteWer ernten will, muss säen. Dieses Credo ist auch im Recruiting Gesetz. Und gute Online-Jobinserate sind hier der Samen für den Rekrutierungserfolg. Eine gute „Bewerberernte“ hängt dabei von zahlreichen Faktoren ab: Von der besseren Aufbereitung der Saat (= Jobinserat) bis hin zu einem fruchtbaren Boden (= die Online Plattformen auf denen das Inserat gestreut wird) gibt es einige Regeln, um qualifizierte Bewerber zu gewinnen. Mit unseren 5 Tipps für bessere Online-Jobinserate trennen Sie die Spreu vom Weizen.

Was macht ein gutes Stelleinserat eigentlich aus? Wir meinen, dass ein gutes Inserat zu ausgezeichneten Bewerbungen führen soll. Dabei zählt nicht die Quantität, sondern die Qualität der Kandidaten. Denn relevante Bewerbungen verkürzen am Ende des Tages Ihren Arbeits- und Zeitaufwand und somit Ihren den Recruiting-Prozess. Dennoch bedingt diese qualitative Komponente auch einen bestimmten Grad an Reichweite.

Tipp 1: Streuen Sie das Inserat zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Platzieren Sie Ihr Online-Jobinserat dort, wo Ihre Wunschkandidaten sind. Sind Sie auf der Suche nach einem Controlling-Spezialisten oder frischgebackenen HTL-Absolventen? Das Angebot an Online-Jobbörsen ist vielfältig – von Generalisten bis hin zum Nischenanbieter ist das Angebot überragend. Falls man kein Schwergewicht mit Sonderkonditionen ist, kostet ein Stelleninserat bei den gängigen Platzhirschen zwischen 500-1000 Euro für 30 Tage Laufzeit. Neben der klassischen Online Stellenanzeige bieten manche Jobbörsen auch Reichweitenpakte an, wo z.B. mit gezielter Bannerwerbung Bewerber-Traffic auf Ihr Inserat gebracht wird.

  • Eine Liste von österreichischen Jobbörsen finden Sie hier.
  • Anbieter aus Deutschland finden Sie hier und
  • das Verzeichnis für die Schweiz hier.

Die beste Zeit, um Stellenanzeigen zu schalten

Achten Sie auch auf saisonale Schwankungen auf dem Arbeitsmarkt. Besonders kritisch sind die Sommermonate sowie Tage vor und nach Feiertagen. Viele Unternehmen schalten gerne im Spätsommer oder Herbst, da sich hier vermehrt Personen auf Jobsuche begeben. Ebenso beliebt ist die Zeit um den Jahreswechsel. Der beliebteste Tag für die Jobsuche ist lt. Daten der ePunkt Karrierewebsite am Montag, zwischen 9 und 11 Uhr.

Tipp 2: Der Jobtitel ist das A und O

Kreative Stellenanzeige

Kreativität ist gut, das Jobinserat soll online aber auch auffindbar sein.

Head of Intergalactic Conspiracy… klingt wichtig, findet aber keiner. Der Jobtitel soll ohne kunstvolle Aufmachung beschreiben, worum es in der Ausschreibung geht. Wofür soll Ihr Inserat gefunden werden? Gerne kann man dabei auf die Position und Hierarchieebene eingehen, Gehaltsangaben haben aber im Jobtitel nichts verloren. Besser einfach und klar als umständlich und verwirrend. Gerade bei Online-Stelleninseraten sollte aus SEO-Gründen auf eine klare Sprache geachtet werden. Hier lesen Sie mehr über SEO-Grundlagen für Jobinserate.

Kreative Köpfe dürfen sich in einer Subheadline austoben und so die Neugier des Bewerbers wecken. Aber auch an dieser Stelle ist wichtig, die Sprache des Wunschkandidaten zu sprechen. Wo wir auch schon beim Nächsten Punkt wären…

Tipp 3: Gestalten Sie Online-Jobinserate aus Bewerbersicht

Schreiben Sie nicht am Job vorbei. Setzen Sie sich die Bewerberbrille auf und versetzen Sie sich bei der Textierung und Gestaltung in Ihre Zielgruppe hinein: Welche Bilder wirken ansprechend, in welchen Floskeln findet sich der potentielle Bewerber wieder? Gute Jobinserate haben wie Werbeanzeigen auch einen einzigartigen Verkaufsvorteil (USP). Recherchieren Sie vorab, was Ihre Position ausmacht und widmen Sie sich erst im zweiten Schritt der Textierung. Die typischen Inhalte in einem Jobinserat sind

  • Unternehmensbeschreibung,
  • Anforderungsprofil,
  • Aufgabengebiet,
  • Gehalt und Benefits.

Welche Floskeln Sie im Stelleninserat vermeiden sollten, finden Sie im Bullshit-Bingo.

Zur besseren Lesbarkeit empfiehlt es sich zudem mit Aufzählungszeichen zu arbeiten und wichtige Inhalte fett hervorzuheben. Interessante Links holen den Leser zusätzlich ab. Setzen Sie zudem visuelle Reize mit Bildern. Sie suchen Home-Office Autoren? Ein Bild einer Person mit Laptop im Grünen weckt sogleich positive Emotionen beim Betrachter. Auch Videos in Stelleninseraten werden immer beliebter. So können Sie z.B. ein Rundgangvideo von Ihrem Unternehmen einbinden oder Sie lassen Kollegen über die Position erzählen – so wie Starbucks in diesem Recruiting-Video.

Tipp 4:  Achten Sie auf gesetzliche Vorschriften

Ein gutes Stelleninserat wird auch den gesetzlichen Anforderungen gerecht. Folgende Punkte sollten Sie in diesem Zusammenhang beachten:

  • Eine geschlechtsneutrale Formulierung (z.B. AssistentIn)
  • In Österreich die Angabe des Mindestlohns laut anzuwendendem Kollektivvertrag, ohne anteilige Sonderzahlungen (außer bei der Angabe des Jahresgehalts, in diesem Fall wären 14 Monatsgehälter zu nennen)
  • Zeiteinheit, auf die sich das genannte Gehalt bezieht (Stunde/Woche/Monat/Jahr)
  • Einreichung personenbezogener Zulagen, die bereits zum Zeitpunkt der Ausschreibung bekannt sind (z.B. bei Vorarbeitern)

Damit die alleinige Angabe des Mindestgehalts nicht zu Missverständnissen bei den Bewerbern führt, ist eine verständliche Darstellung der Gehaltsbandbreite gefragt. Wir stellen daher die Gehaltsbandbreite einer Position in Form einer optisch ansprechenden Gehaltsgrafik dar.

Tipp 5: Call to Action!

„Interessiert? Dann treten Sie mit uns in Kontakt! Wir freuen uns auf Ihre vollständige und aussagekräftige Bewerbung!“ Fordern Sie den Bewerber am Ende des Jobinserats noch mal zum Handeln auf. Bieten Sie verschiedene Möglichkeiten der Kontaktaufnahmen und stehen Sie für Rückfragen zur Verfügung.

Denken Sie daran: Um die besten Bewerber zu finden, braucht es bessere Stelleninserate!